Bauernhof und Zechenbahn
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prägten meine ersten Lebensjahre. Als Kind habe ich noch Milch mit einer weißen Plastikkanne vom Hof geholt. In den offenen Wagons, die zwischen den Feldern an mir vorbeifuhren, lagen verstreut Werkzeuge, geschichtetes Holz oder verdreckte Matratzen. Kaum einer, dem das Ruhrgebiet fremd ist, mag solche Eindrücke glauben.
Häufig kommt es mir vor, als sei ich niemals sesshaft geworden. Die Wände des Büros blieben kahl. Die eingekaufte junge Kunst steht zwischen Schreibtisch und Sekretär. Unruhe befällt mich, sobald meine Arbeit auf Kundenwunsch in Routine zu erlahmen droht.
Mein primäres Revier ist die Sprache, ihre flüchtigen Gestalten und tönenden Laute. Ein dschungelhaftes Gehölz, das sich kahlgeschlagene Plätze noch zurückholt. Von Spaziergängern nur von außen beäugt.
Die Vielfalt sprachlichen Ausdrucks, ob als Infotainment, wissenschaftlicher Disput oder in narrativer Form, erfordert ein unablässiges Durchstreifen. Vor Überraschungen ist man niemals gefeit.
Der Claim wird überschätzt! Kann man aus ihm bloß den Grad exaltierter Enttäuschung ablesen: Gegenüber dem Produkt und dem sprachlich kümmerlichen Rest.
Ich arbeite redaktionell, in der klassischen Werbung als auch schriftstellerisch. Die Vielfalt der Aufgaben wirkt einem möglichen Trott entgegen und bereichert die Ausdrucksmöglichkeit.
Warum soll die Fähigkeit, Geschichten zu erzählen, nicht auch in der Werbung nützlich sein? Was ist gegen ein Buch zu sagen, das man auch im Hinblick auf potentielle Leser schreibt, nicht bloß für sich? Wem kann eine Fähigkeit zur Analyse schaden, die in der Auseinandersetzung mit der Philosophie, auch der jüngeren, gewachsen ist?
Es ließe sich eine leidliche Buchstabenkombination vermeiden, die vorgibt, auf eine unternehmerische Positionierung zu zielen.